🍀Glück – hausgemacht

Durch eine einfache Übung das Wohlbefinden steigern

Seit einiger Zeit mache ich eine Ausbildung zur Happinesstrainerin bei der ALH. Happiness bzw. Wege, um die persönliche Zufriedenheit zu steigern, finde ich total faszinierend und ich hab‘ mich bereits vor dem Studium schon sehr viel mit den wissenschaftlichen Grundlagen der Positiven Psychologie befasst.

Dabei habe ich gelernt, dass es viele Möglichkeiten gibt, durch neue Wege des Denkens, Fühlens und Erlebens sein Wohlbefinden deutlich zu steigern.

Als Teenager und noch viele Jahre danach war ich z. B. der totale Morgenmuffel. Ich erinnere mich noch gut, dass ich meine damalige beste Freundin, total angeschrien habe, nur weil sie mich am Morgen nach einem Partyabend geweckt hat – mit einer Tasse Kaffee, die sie mir liebenswerter Weise um 12 Uhr mittags (!) ans Bett gebracht hat😳. Inzwischen ist mir vieles begegnet (dazu ein anderes Mal mehr), was mich gelehrt hat,  auf die schönen Seiten des Lebens zu schauen🙏.

Glücksaktivitäten

Eine besonders schöne Glücksaktivität habe ich gestern im Buch „Glücklich sein“ von Sonja Lyubomirsky entdeckt. Dabei geht es darum, sich zunächst eine Liste mit schönen Erinnerungen zu erstellen, Fotos und andere Gegenstände, die man mit dieser Zeit verbindet, zusammenzusammeln und dann eine Woche lang zweimal pro Tag in schönen Erlebnissen der Vergangenheit zu schwelgen. Dabei kann man die Augen schließen und sich so viele Details – Farben, Stimmungen, Gerüche – wie möglich ins Gedächtnis rufen.

Mit fiel gleich der Tag ein, als unser Hundebaby bei uns einzog. Ich war so zehn Jahre alt und wollte – wie wohl jedes Kind in diesem Alter – unbedingt einen Hund haben. Als die Pudeldame Trixi der Bekannten meiner Eltern Nachwuchs bekommen hat, war es soweit. Diese Nachricht hat mich so glücklich gemacht, dass ich schon Tage zuvor durchs Haus gelaufen bin und dabei unentwegt meine imaginäre Hundedame namens „Nelly“ beim Namen gerufen habe. In der Hand habe ich dabei schon mal ihre Hundeleine durch die Luft ausgeführt.

Unsere Nelly, der Mittelpukt unserer Familie!

Ich erinnere mich genau an den fantastischen Leder-Geruch dieser roten Leine. Total aus dem Häuschen bin ich dem Auto entgegengerannt, das die kostbare Fracht endlich zu uns gebracht hat und als die Bekannte meiner Eltern, das niedliche Hundebaby an die Autoscheibe gehoben hat, war es um mich geschehen❤ – ich war auf der Stelle schockverliebt und überzeugt, den glücklichsten Tag meines Lebens erlebt zu haben…

Gottseidank, gab es danach noch viel weitere Ereignisse, die mich glücklich gemacht haben (Verliebtheiten, Hochzeit, meine Tochter zu kriegen), sie ausführlich aufzuzählen würde aber jetzt hier den Rahmen sprengen.

Schon beim ersten Ausprobieren der Übung kamen mir so viele positive Erlebnisse in den Sinn, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein warmes Glücksgefühl in mir ausbreitete.

Diese Übung und die guten Gefühle dabei, lassen sich ganz einfach potenzieren: Beim Mittagessen mit meiner Familie habe ich diese (und andere Erlebnisse) weitererzählt und gefragt, was meinen Liebsten in den Sinn kommt, wenn sie an ihre schönen Erinnerungen denken und schnell schwelgten wir alle gemeinsam in richtig schönen Anekdoten und hatten alle super Laune. Probieren Sie es gerne aus!