Achtsamer Waldaufenthalt Ankommen bei sich und in der Natur

Naturcoaching ist eine besonders wirksame Art und Weise sich auf die Spur zu kommen. Zum einen kann ich mit keiner anderen Tätigkeit meine Gedanken so sortieren wie beim Laufen, zum anderen ist die Natur ein hervorragender Coach. Das Grün der Bäume beruhigt und entspannt, Gegenstände am Wegesrand helfen mir, meinen Themen auf die Spur zu kommen und die klare Waldluft klärt auch meine Gedanken.

PERMA – wie Aufblühen gelingt

In seinem Buch „Flourish“🌼 (Aufblühen) stellt Martin Seligman, Begründer der Positiven Psychologie, sein PERMA-Modell vor. Darin beschreibt er, welche 5 Elemente zu umfassenden Wohlbefinden und zum Aufblühen eines Menschen beitragen. Das „E“ steht für Engagement. Vor kurzem war ich sehr gerührt über die Metapher eines Baumes🌲, die der wunderbare Gerald Hüther für die Potentialentwicklung verwendet hat. Wenn es uns gelingt, unsere Kinder nicht durch eine Erziehung mit Lob und Tadel in Korsette zu schnüren, sondern ihnen durch Ermutigung erlauben, ihren kindischen Entdeckerdrang und ihre Gestaltungsfreude auszuleben, wachsen ihn kräftige Wurzeln mit einem starken Stamm und breiten Ästen und einer großen wunderschönen Baumkrone. Diese Baumkrone🌳 befähigt sie, die in ihnen wohnenden Potentiale zu entdecken und zu entfalten und mit Freude und Energie (Engagement) die wunderbaren Dinge auszuleben, die in ihnen stecken und diese in die Welt zu tragen. (PS. über Bäume gibt hier es bald mehr, viel mehr zu lesen😉.)

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Was ist der Duft eurer Kindheit?

Limbisches System sorgt für Wohlbefinden

Als ich meine Tochter das erste Mal zum Reiten begleitet habe, war er sofort wieder da – dieser würzige Geruch nach Pferd🐎. Augenblicklich durchströmten beim Kraulen des warmen, weichen Fells des Ponys Glückshormone meinen Körper und sorgten sofort für gute Laune. Als Kind lag das höchste Glück der Erde für mich definitiv auf dem Rücken der Pferde. Und der Geruch beschwörte sofort Erinnerungen an lange Ausritte in der Natur, mein bei meiner Ankunft fröhlich wieherndes Wildpferd und viele schöne unbeschwerte Stunden herauf. Dass ein Geruch so ein Gefühl nach vielen Jahren sofort hervorrufen kann, ist kein Zufall: Mit unseren etwa 30 Millionen Riechzellen nehmen wir Impulse auf, die im Gehirn in Sekundenschnelle unser limbisches System erreichen und zusammen mit den im Hippocampus gespeicherten schönen Erinnerungen unmittelbar für positive Gefühle sorgen. Im Happinesstraining kann man diesen Effekt auch mit bestimmten Düften erreichen, so erwärmt gerade während ich schreibe, mein Öllämpchen mit ein paar Tropfen Blutorangenöl🍊. Wie der Duft von Mandarinen hebt Orangen-Aroma die Stimmung – auch Zitrone 🍋wirkt stimmungsaufhellend. Düfte können aber natürlich auch viele andere Funktionen haben: Lavendel etwa wirkt ebenso wie Vanille entspannend und befreit von nervösen Verkrampfungen. Rosmarin weckt die Lebensgeister und der Duft von Rosen 🌹wirkt Gefühlsschwankungen entgegen.

Für mehr Infos zum Happynesstraining schreib mir gerne unter kommtrain@t-online.de

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Mensch ärgere dich nicht!

Anti-Wut-ABC als 1. Hilfe gegen das Überkochen

Vielleicht kennt ihr das: euer Partner hat irgendwas Dummes zu euch gesagt, die Tochter steht mal wieder stundenlang vor dem Spiegel, obwohl ihr eigentlich losmüsst oder die Kollegin im Büro rauscht einfach grußlos an euch vorbei. Was seid ihr dann? In den meisten Fällen erstmal so richtig sauer und wütend😒😠. Und was macht ihr? Vielleicht knallt ihr Zuhause die Tür und werft euch schmollend aufs Bett und steigert euch erstmal so richtig in eure Wut. Vielleicht lasst ihr aber auch Dampf ab und schreit aus voller Kehle euer Gegenüber an. Egal für welche Reaktion ihr euch entscheidet, beides ist nicht besonders gesund für euren Cortisolspiegel. Ist dieser dauerhaft erhöht, kann es zu einer Menge negativer Folgeerscheinungen, wie z.B. Schlafmangel und Gewichtszunahme kommen.

Genauso schlecht sind beide Verhaltensweisen, wenn es darum geht, wieder produktiv handeln zu können. In meinem Selbstfürsorgeartikel habe ich bereits beschrieben, wie wichtig positive Emotionen dafür sind (Broaden-and-Built-Theory).

Hier gebe ich euch zwei Tipps von der wunderbaren Vera F. Birkenbihl, der leider schon verstorbenen Leiterin des Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten 😵, die ich euch schnell wieder aus der Schmollecke herausholen:

1. Lächeln😃

Hört sich simpel an, ist aber wirksam. Wenn ihr das nächste Mal wütend seid, zieht ihr euch in ein stilles Kämmerchen zurück und zieht – egal ob ihr euch danach fühlt oder nicht – eure Mundwinkel hoch. Wichtig dabei ist, dass ihr 60 Sekunden am Stück durchhaltet. Wenn ihr das schafft, passiert folgendes: eure Muskeln in den Mundwinkeln drücken auf einen Nerv, der ans Gehirn Nachrichten weiterleitet, in deren Folge Glückshormone ausgestoßen werden. Guckt euch mal das Video von Vera Birkenbihl dazu an, sie erklärt es noch mal ausführlich und ist dabei so witzig, dass ihr euch allein schon deswegen schlapplacht. Schließt nach dieser Minute mal die Augen und fühlt in euch hinein: vielleicht spürt ihr, dass sich nicht nur die hormonelle Zusammensetzung im Körper, sondern auch eure Laune verbessert hat.

2. Das Dankes-ABC🙏

Vera Birkenbihl hat für die Lösungssuche bei Problemen das Aufstellen einer ABC-Liste empfohlen (z. B. in ihrem Buch „Finde Deinen Fixstern“, Aufl. 2019, S. 83 ff.). Als Gegenmaßnahme gegen Wut empfiehlt sie das Anlegen eines Dankes-ABCs (Jeden Tag weniger ärgern, 2020. S. 98). Wie funktioniert das? Schreibt das ABC untereinander auf ein Blatt und schreibt zu jedem Buchstaben, innerhalb zwei bis drei Minuten Dinge auf, (materiell oder immateriell) für die ihr dankbar sein könnt (die Reihenfolge, in der ihr die Liste ausfüllt ist dabei egal, guckt bei welchem Buchstaben euch zuerst was einfällt, dann beim nächstem der euch ins Auge springt usw.). Meine spontan erstellte Liste sieht so aus:

A:  Auto

B: Bücher/Balkon/Blumen

Handgeschrieben trifft Kopf auf Herz🧡

C: Chaos

D: Dozententätigkeit

E: Ehemann

F: Familie/Freunde

G: Greta

H: Herz

I: Intelligenz

J: Ja-Sagen

K: Klamotten

L: Liebe

M: Meditation

N: Neuanfänge

O: Ohren

P: Puzzle

Q: Quark

R: Rosen

S: Schreibkraft

T: Treue

U: Uhr

V: Vielfalt

W: Wohnung

X: ———– (Wer hier eine Idee hat, schreibt mir bitte, bitte in die Kommentarfunktion!)

Y: Yoga

Z: Ziele

Feilt ruhig anschließend noch ein paar Tage am Inhalt herum, faltet die Liste zusammen und tragt sie bei euch.

Das nächste Mal, wenn ihr richtig wütend seid, zieht euch zurück, lächelt vielleicht erstmal für 60 Sekunden, holt dann eure Liste hervor und beschäftigt euch die nächste Minute mit den Dingen, für die ihr im Leben dankbar sein könnt.

Beide Aktionen gemeinsam sorgen im besten Fall dafür, dass die Wut schnell nachlässt und wieder konstruktive Lösungen möglich werden😄.

Halbvolle Gläser

Negativität reduzieren, damit das Positive ins Leben einziehen kann

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ Budda

Die Broaden-and-build-Theory von Barbara Fredrickson macht deutlich, dass gute Gefühle und Gedanken einen nährstoffreichen Boden brauchen, um wachsen zu können🌼. Jeder von uns hat Phasen in seinem Leben, wo negative Emotionen in uns so stark sind, dass Positives keinen Platz findet. Hier einige Anstöße, mit denen sich Negativität reduzieren lässt:

Medienkonsum reduzieren

Was macht es mit uns, wenn wir dauernd auf unser Handy oder ins Fernsehen schauen und uns mit einer endlosen Flut von negativen Schlagzeilen berieseln lassen? Für mich selbst habe ich festgestellt, dass meine Ängste größer werden und Unsicherheiten wachsen. Darum habe ich beschlossen, nur noch dosiert ausgewählte Artikel zu lesen. Reißerische Schlagzeilen lasse ich bewusst links liegen. Wer jetzt Angst hat, etwas Wichtiges zu verpassen, dem kann ich versichern, dass einen alles, was man wissen muss, trotzdem erreicht (dafür sorgen die Familie, gute Freunde und Bekannte).

Auf Klatsch verzichten

Ja natürlich, Klatsch und Tratsch schweißen zusammen. Nur sollten wir uns fragen: um welchen Preis? Zum einen fühlen wir uns – wenn wir mal in uns hineinleuchten – in dem Moment, in dem wir über andere Menschen schlecht sprechen, selbst nicht besonders gut. In der Regel haben wir ein schlechtes Gewissen, ahnen tief in uns drin, dass dieses (Schlecht-) Reden vielleicht seine Ursache in Neid oder Missgunst hat. Zum anderen werde ich als lästernder Mensch von anderen negativ wahrgenommen und wer umgibt sich schon gerne mit Menschen, die Negativität ausstrahlen? Ich versuche, mich stattdessen darüber zu freuen, dass Menschen verschieden sind, sich vielleicht spannender kleiden als andere (ich liebe Jorge Gonzales) oder Verrücktes tun. Ohne Menschen, die mal aus der Reihe tanzen, Dinge überraschend anders machen, würde es kein Wachstum auf der Welt geben („Das geht raus an alle Spinner“, Revolverheld).

Umgang mit negativen Menschen

Für mich eines der schwierigsten Themen. Da ich als „Sonntagskind“ irgendwie scheinbar schon mit einem sonnigen Gemüt auf die Welt gekommen bin, fällt mit der Umgang mit sehr negativen Menschen oft schwer. Manchmal hilft es, sich zu fragen: Habe ich bereits eine vorgefasste Meinung über mein Gegenüber? Könnte es Ursachen für sein Verhalten geben, die ich übersehen habe? Ich versuche dann meinem Gegenüber offener und aufmerksamer und mit warmherzigem und freundlichem Interesse zu begegnen, oft ändert sich dann auch gleich das Verhalten des anderen.

Es hilft auch, sich auf das Positive zu konzentrieren. So kann ein Kollege vom Wesen vielleicht mürrisch und abweisend sein, aber gleichzeitig ein hervorragender Analytiker, der wichtige Impulse ins Team gibt. Fallen mir solche positiven Eigenschaften auf, teile ich diese mit und oft hellt sich so auch beim anderen das Gemüt etwas auf.

Die schwierigste Lektion ist sicher die, zu verstehen, dass Dinge, die mir bei anderen oft negativ aufstoßen, vielleicht selbst auch bei mir zu finden sind. Die Frage: „Warum stört mich das eigentlich so?“, kann hier wertvolle Impulse bieten.